Nach zwei Wochen fussballfreier Zeit, war gestern abend der perfekte Abend, um wieder “reinzukommen” – ich hatte zu keinem Augenblick das Gefühl, als würde Werder stolpern können – so etwas kenne ich ja kaum noch. Beziehungsweise, ich muss mich erst wieder an eine solche Souveränität gewöhnen. Wenn ich zurückdenke: das letzte Mal, dass Werder über längere Zeit so souverän aufgetreten ist, war in der Meistersaison.
Aber ich schweife ab, eigentlich wollte ich etwas über “Zahlenspielereien” schreiben. Gerade Fernsehreporter sind ja recht “statistikaffin”, so dass, besonders, wenn das Spiel ein wenig dahinplätschert (wie in der gestrigen zweiten Halbzeit, als Werder merklich runtergeschaltet hat).
Was konnten wir also lernen (übrigens schon interessant):
16: Summe der Spiele, die Werder in Serie nicht verloren hat
33: Summe der Heimspiele im DFB-Pokal, die Werder in Folge gewonnen hat
21: Jahre seit der letzten Heimniederlage im DFB-Pokal (gegen Frankfurt)
28: Anzahl der Viertelfinal-Teilnahme (interessant: Werder hat 11 Mal mehr das Viertelfinale erreicht als Hoffenheim überhaupt DFB-Pokalspiele hat (17))
12: Summe der Spiele zwischen Lautern und Werder (Rekordpaarung)
Mal schauen, was man dann in der nächsten Runde so alles lernt…
(Und ein Hinweis an Spirit: lerne dies, ich frag Dich ab)
Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte – dieser Filmspruch trifft nach dem Wochenende eindeutig auch auf mich zu.
Wie kann es sein, dass sich eine Mannschaft, die in München klar dominiert, die gegen Hoffenheim zelebriert (und mit Glück gewinnt), in Mailand eine Halbzeit richtig gut spielt, sich in Stuttgart so auseinandernehmen lässt und ohne großartige Gegenwehr (besonders das 4:1) abschießen lässt?
Ich weiß es nicht.
Was mir am meisten Angst macht: das Abwehrverhalten. So ein Tor, wie der Baumjohann im Spiel gegen Gladbach darf einmal passieren. Der Lanig hat am Samstag aber was ganz ähnliches fabriziert…
Hoffen wir, dass es nach der Länderspielpause besser wird.
Morgen ist wohl wieder Spitzenspiel in Bremen – der starke Aufsteiger aus Hoffenheim kommt. “Stark”? Von der Punktausbeute sicherlich, aber seien wir ehrlich, richtige Gegner hatte Hoffenheim noch nicht. In Cottbus scheint man diese Saison gut gewinnen zu können, gegen Gladbach kann man zu Hause auch gewinnen. Die Klatsche für Dortmund war überraschend, die Niederlage in Leverkusen hingegen nicht.
Ehrlich gesagt waren da wenig Überraschungen dabei und die Gegner waren auch nicht unbedingt unschlagbar.
Wie immer in meinem grenzenlosen Optimismus gehe ich von einer souveränen Leistung und einem 3:0 aus. Boenisch und Pizarro machen die Tore – wobei Pizzaro doppelt trifft.