Ich habe letzte Nacht von Werder geträumt. Das passiert manchmal etwas häufiger, aber der Traum war so abgefahren, den muss ich einfach niederschreiben.
Ich habe geträumt, dass Werder in der Qualifikation zur Euro League steht und ein Auswärtsspiel hat. Irgendwo in der weißrussischen Provinz. Keine Ahnung wo. Aber in Weißrussland. Auf jeden Fall bin ich mit Stefan dort hin gefahren. (Ich fahre schon mal häufiger mit Stefan zu Werderspielen). Oder besser geflogen. Ein Stadion in diesem Sinne gab es nicht, denn die Weißrussen haben auf einem Ascheplatz gespielt. Es gab auch nur eine Tribüne – für die Heimfans. Aber es gab eine Stadionkneipe, die direkt am Spielfeldrand stand. Dort mussten die wenigen mitgereisten Werderfans hin, um das Spiel zu schauen.
Für die Einheimischen gab es auch keine Eintrittskarten – jeder hatte da seinen angestammten Platz. Damit aber alles seine Ordnung hatte, gab es für uns Gästefans Eintrittskarten. Diese waren allerdings recycled. Es handelte sich um Eintrittskarten von der letzten KiK-Weihnachtsfeier.
In der Stadionkneipe wurden Stefan und wir von den Einheimischen eingeladen. Mir hat man das preiswerte, sehr leckere einheimische Bier kredenzt, Stefan wurde das teurer, importierte und ekelhafte Warsteiner untergejubelt. Die Folgen sind FSK18, die haben hier nix zu suchen.
Irgendwann fing das Spiel an, Werder war zwar besser, schaffte es allerdings nicht, auf dem Geläuf Tore zu erzielen. Hunt und Arnautovic schoben die Bälle am leeren Tor vorbei, es ging gar nichts. Im Gegenzug erzielten die Weißrussen zwei Tore und gewannen schließlich glücklich mit 2:0. Zwischendurch ging Stefan in den ersten Stock der Stadionkneipe, ich blieb im Erdgeschoss und wir intonierten den Werder-Bremen-Wechselgesang. Leider waren nur 10 Fans mitgereist, deshalb war das nicht so ergebnisreich.
Nach dem Spiel haben wir festgestellt, dass unser Flug nach Hause gestrichen wurde, so dass wir mit einem alten, klapprigen Russenbus wieder nach Hause fahren. Dann bin ich aufgewacht.
