War es nun Fisch oder Fleisch oder weder noch, was am Samstag in München passiert ist? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Vom Ergebnis her kann man mit einem Punkt in München durchaus zufrieden sein. Vom Spiel selber bin ich nicht so überzeugt. In der ersten Stunde hat Werder hinten sicher und gut gestanden, hat selber auch die Führung erzielt und es geschafft, Bayern ziemlich weit vom eigenen Tor weg zu halten. Man hat allerdings deutlichst gesehen, dass der entscheidende Mumm im Spiel nach vorne fehlte. Als Bayern dann Ribery eingewechselt hat, war es mit Werder eigentlich vorbei. Die Mannschaft hat sich ziemlich weit nach hinten fallen lassen und nach vorne fast überhaupt nichts mehr geleistet. Die wenigen Kontermöglichkeiten wurden recht sparsam vergeben - ein Problem, was auch letzte Saison da war.
Was wiederum auffällig war, dass Tosic definitiv in Bremen überfordert war. Nachdem Boenisch (der bis auf eine Szene ein recht gutes Spiel gemacht hat) ausgewechselt wurde (man konnte sehen, dass der einfach fertig war), war die linke Bremer Seite ziemlich offen.
Gewundert hat mich auch, dass ein Moreno nicht eingewechselt wurde. Gerade in solchen Spielsituationen kann man doch einen schnellen Spieler gebrauchen, der die gegnerische Abwehr und das gegnerische defensive Mittelfeld bereits am Mittelkreis nervt und stört.
Im Endeffekt kann man mit dem Punkt in München sicherlich gut leben.
Mein persönlicher “Man of the match” war übrigens Wiese, der eine absolut fehlerfreie Partie hingelegt hat. Vielleicht hat das auch mal der Bundes-Jogi gesehen.