Ich nehme das Stöckchen mal von blogundweiss.de auf und nominiere hier die elf Spieler, die die Ehre hatten, das Werder-Trikot zu tragen, der Ehre aber nicht so ganz gerecht wurden.
Jemanden vergessen oder zu Unrecht nominiert? Dann auf zur Diskussion.
1. Jakub Wierchowski
Polnischer Torhüter, der leider an die große Tradition der Werder-Torhüter nicht anknüpfen konnte. In den Jahren hatte Werder zwei nicht ganz bundesligataugliche Torhüter, ihn und Borel.
2. Pascal Borel
Was für Wierchowski gilt, gilt auch für Borel. Auch, wenn er noch eine kleine Ecke besser war. Aber wirklich nur eine kleine Ecke.
3. Dirk Weetendorf
Bis auf Felix Magath wusste wohl damals niemand, warum Weetendorf verpflichtet werden musste. Der HSV hat sich wahrscheinlich diebisch gefreut, Weetendorf loszuwerden. Überzeugen konnte er mich nicht und die meisten der Werderfans auch nicht.
4. Roberto Silva
Bis auf die Nationalität, den Berater und die Spielposition hatten Pizarro und Silva nichts gemeinsam. Als Pizza nach München wechselte, wurde Silva als Nachfolger verpflichtet. Allofs dachte wohl, dass aus Peru nur gute Spieler kamen. Ein Trugschluss.
5. Dong Gook Lee
Der südkoreanische Tiger kam als Leihgabe nach Bremen und hatte schnell einen gewissen Kultstatus. Er wurde beim warmlaufen immer frenetisch gefeiert. Auf dem Platz dagegen nie. Er ist dann verdammt schnell wieder abgedampft und spielt immer noch in der koreanischen Nationalmannschaft.
6. Gustavo Nery
Einer von drei brasilianischen Fehlkäufen von Werder. Sollte die Problemposition Linksverteidiger ausfüllen. Hatte sich nach einem halbwegs ansehnlichen Spiel den Arm gebrochen und damit war es das dann. Das Wetter und der ganze Kram passte ihm nicht in selbigen, so dass er schnell wieder in Brasilien verschwand.
7. Junior Baiano
Wo wir bei den brasilianischen Fehlkäufen sind, machen wir direkt weiter. Kollege Baiano hatte sensationell gute Anlagen. Einer der besten Verteidiger, die eigentlich in den 90ern für Werder aufliefen, kam er mit dem Wetter nicht klar und verliess Werder leider viel zu schnell. Machte danach noch eine gute Karriere in der brasilianischen Nationalmannschaft. Da blutet einem doch das Herz.
8. Carlos Alberto
Der wohl epischste Fehleinkauf von Klaus Allofs. Schlafstörungen, Feiern, ach, alles mögliche hatte er sich eingehandelt, nur um nicht in Bremen sesshaft zu werden. Knappe 8 Millionen, die Werder in den berühmten Sand setzte.
9. Marcelo Moreno
Auch so ein Klops. Kurz vor der Unterschrift in Bremen wurde er von Donezk weg gekauft, kam dort nicht zum Einsatz und wurde dann für unwahrscheinliche 2 Millionen ein Jahr später von Donezk geliehen. Gebracht hat er nix. Freundete sich dann mit Vranjes und Husejinovic an – danach war Ende.
10. Holger Wehlage
Beim Feiern der Erste, beim Spielen der letzte. Wusste wohl, dass er nach 2004 niemals mehr Deutscher Meister werden würde und hat dann dieses Ereignis entsprechend ausgelassen gefeiert. Hat er eigentlich in der Saison einmal Bundesliga gespielt? Ich weiß es nicht.
11. Aad de Mos
Last not least muss ich mal einen Trainer nominieren. Nachfolger von Otto dem Großen zu werden ist natürlich nicht einfach. Aber Aad de Mos hat sich eigentlich mit seiner Art und seinen Sprüchen selber disqualifiziert. Sagen wir mal so: Zwischen ihm und Bremen hat es nicht gepasst.
Das waren dann meine “worst eleven”. Ich habe noch an folgende anderen Bremer gedacht: Melek Lagerblom, Mladen Krstajic bei seiner “SV Widerlich-Spuck-Attacke”, Diego bei seinem Würgangriff, Husejinovic, Vranjes, und noch ein paar andere, gerade aus der Zeit zwischen 95 und 99. Aber so richtig fremdschämen oder schlecht waren da auch nicht so viele.