Das ist mal Identifikation mit einem Verein – auch, wenn man ganz woanders spielt:

Die schönste Geschichte des Wochenendes schrieb der Fußball aber in Lecce.

Dort weilte am Sonntag der US Palermo mit seinem Kapitän Fabrizio Miccoli zum Auswärtsspiel. Von Miccoli ist bekannt, dass er seit Kindertagen ein glühender Lecce-Fan ist, auch wenn er noch nie für den Verein gespielt hat. Trotzdem ist Lecce, wenn man so will, die Liebe seines Fußballlebens. Weil das so ist, trägt Miccoli auch keine gewöhnliche Kapitänsbinde, sondern eine mit den Lecce-Farben, Rot und Gelb. Weil das so ist, denkt Miccoli mit 31 Jahren schon an sein Karriereende, natürlich in Lecce. Dort zu spielen, findet er, “wäre wie die Kirsche auf einem großen Eis”.

Weil das so ist, ist Miccoli am Sonntag im Spiel gegen US Lecce in Tränen ausgebrochen. Zuvor hatte er in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit per Freistoß das 1:1 für Palermo erzielt. Es war ein wunderschöner Schuss in den Knick der Torwartecke, direkt vor der Curva Nord. Dort stehen in Lecces Stadio del Mare die Ultras, dort hat bei einigen Heimspielen auch schon Miccoli gestanden und Lecce angefeuert.

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