Meine Frau ist traurig, dass Hugo Almeida Werder verlässt. Ich bin da eher etwas emotionsloser, auch wenn es mir leid tut.
Ich will jetzt hier keinen Nachruf auf Almeida schreiben, das hat Tobias schon vorzüglich getan. Ich möchte viel mehr den Gedanken versuchen zu formulieren, der mir seit ein paar Tagen in Bezug auf Almeida durch den Kopf schwirrt.
Nachdem ich die Hinrunde mit Sandro Wagner verglichen habe, ist mir in den Sinn gekommen, dass Almeida irgendwie sinnbildlich für das Werder der letzten viereinhalb Jahre war und ist: hochveranlagt, hochtalentiert, sympathisch, Potential für hohe Aufgaben aber auch: wankelmütig, formschwankend, fehlernder Killerinstinkt.
All das passt auf Werder, passt aber auch auf Almeida. Beide wurden immer hochgelobt, keiner hat in den letzten viereinhalb Jahren die Erwartungen zu hundert Prozent erfüllt.
Ich finde es schon schade, dass Almeida geht, aber es ist halt so. Wollen wir hoffen, dass nun ein neues Sinnbild von Werder auftaucht. Eines, mit dem wir uns noch besser identifizieren können.
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