Werder-Fussball ist für dieses Jahr vorbei – endgültig und endlich. Mit einer sowas von unnötigen Niederlage gegen Kaiserslautern verabschiedet sich Werder im Abstiegskampf aus dem Jahr 2010, was gut anfing (die Rückrunde hat mir gefallen), aber schlimm zu Ende ging.

Was man Werder am Sonntag und auch in den letzten Spielen selten vorwerfen konnte, war der Einsatz. In einem Zeugnis würde stehen” Werder war stets bemüht”. Aber das bedeutet übersetzt: Werder wollte, konnte aber nicht. Das ist mir am Samstag auch oft eingefallen. Werder spielt so, wie es der Tabellenplatz hergibt. Bieder, einfallslos, bemüht, aber glücklos. Und irgendwie ist Sandro Wagner für mich das Sinnbild und die Allegorie für Werder in der Hinrunde 2010/2011. Stets bemüht, aber glücklos.

Ich hatte mir gewünscht, dass Werder irgendwie dauerhaft Diego (in seiner Bremer Zeit) sein könnte: Einfallsreich, trickreich, individuelle Klasse, glücklich. Aber nun ist Werder dann doch eher Sandro Wagner: technisch limitiert, einsatzwillig, glücklos.

Jetzt bleibt die Hoffnung, dass Werder in der Rückrunde eher Chuck Norris wird. Mit einem mentalen Roundhouse Kick wird die Rückrunde der Rache eingeläutet und Werder Norris zieht in den Kampf gegen die Bösen der Liga (also quasi alle, die Werder geschlagen bzw. alle, die eigentlich nicht Werder sind),  räumt auf und am Ende hat der Film (pardon: die Saison) doch noch ein Happy End. Und das Happy End wäre für mich immer noch Platz 4 oder 5.

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1 Kommentar

Conti schrieb am 14. Januar 2011 @ 17:06

Weiß nicht ob nächstes Jahr EL nicht einen Umbruch (weiter) verhindert. Lieber mal ein Jahr ohne Zusatzbelastung Gas geben und dann wieder in den Top3 (demnächst Top4) angreifen.

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