Letztens kam mir der Gedanke, welchen Einfluss Werder in den letzten Jahren auf den deutschen Fussball gehabt hat. Und da ist mir aufgefallen, dass der Einfluss gar nicht so gering war.
Ich habe bzw. hatte das Gefühl, dass gerade um die Jahrtausendwende die Position des Spielmachers in Deutschland tot war. Matthäus hatte sich auf die Defensive zurückgezogen, Herzog war zu alt, es gab zwar noch Balakov, aber ansonsten wurde der typische Spiellenker eher von den Trainern verschmäht.
Bis auf einmal Micoud in der Liga auftauchte und nicht nur das Spiel von Bremen gestaltete, sondern auch den gepflegten Ball brachte. Und zack, so zumindest meine Wahrnehmung, wurde nicht nur das Offensivspiel von Werder zum Vorbild, sondern auch der Spielmacher war wieder en vogue.
Auf einmal brauchte jede Mannschaft wieder eine “10″, jemanden, der technisch beschlagen war und “tödliche Pässe” spielen konnte. Und jeder ambitionierte Club wollte auch, was das Offensivspektakel, Werder nacheifern – was auch vielen durchaus gelungen ist.
Mittlerweile gibt es wieder in (fast) jedem Team den Zehner, bloss Werder hat sich ein wenig von ihm verabschiedet, sondern lädt diese Verantwortung wieder auf mehrere Schultern. Ob sich das auch durchzieht?
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